Nicht zu kaufen

In weniger als zehn Jahren ist der Bundesrat von der Überzeugung, dass es “kein Recht auf Adoption”[1] gibt, dazu übergegangen, Homosexuellen unter dem Vorwand der “freien Gestaltung des Privat- und Familienlebens”[2] vollen Zugang zu Kindern zu gewähren. Wir sind vom Recht des Kindes zum Recht auf das Kind übergegangen.

Der Zugang zur “Ehe” für Homosexuelle führt bereits zu einer rechtlichen Ungleichbehandlung von Lesben und homosexuellen Männern. Lesben haben Zugang zur künstlichen Befruchtung, Homosexuellen bleibt nichts anderes übrig, als auf eine Leihmutterschaft im Ausland zurückzugreifen, was gegen das Schweizer Recht verstößt; ein Verstoß, der während dieser Kampagne von den Befürwortern der “Ehe für alle“ hemmungslos beworben wurde [3].

In Wahrheit sind die Homo-Verbände für die Leihmutterschaft und ermuntern die Menschen dazu.

Wir haben in der Abstimmungsdebatte bereits unsere Besorgnis über die Leihmutterschaft zum Ausdruck gebracht, die gegen unsere Verfassung verstößt (Art. 119 Abs. 2). In den letzten 16 Jahren haben wir viermal über Forderungen der Homosexuellen-Lobby abgestimmt. Diese kann nicht genug bekommen. Die nächste Forderung, daraus macht sie keinen Hehl, wird die Legalisierung der Leihmutterschaft in der Schweiz sein. Dieser entscheidende Schritt wird es sein, der unter dem Deckmantel der Liebe, der Ehe, der Umarmung von Paaren, der schmachtenden Slogans (“Ja, ich will”) anthropologische Abgründe aufreißt, die es in der Geschichte der Menschheit noch nie gegeben hat.

Ein Ja zur “Ehe für alle“ bedeutet, den Weg zur Leihmutterschaft zu öffnen, was das kostbare Geheimnis des Lebens dem schmutzigsten Kapitalismus, dem finstersten Geschäft und der okkulten Macht des Geldes unterwirft. So subtil, modern und technisch das Vorgehen auch gestaltet wird, es handelt sich dennoch um Kinderhandel. Wir kommen, wir zahlen, und entfernen uns mit einem Kind ohne Mutter, ohne Vergangenheit, ohne Geschichte, mit einem tadellosen, kalibrierten, konformen Produkt im Schlepptau. Die Geschichte wird uns eines Tages einholen, denn diese Kinder werden von uns Rechenschaft verlangen. Wir haben eine wichtige Entscheidung für die Zukunft unserer Gesellschaft zu treffen. Lehnen wir die Versklavung und Vermarktung des Menschen ab. Ein Kind ist nicht käuflich.

Deshalb fordert der Ausschuss DAS KIND IST KEINE WARE die Bevölkerung auf, dem Zeitgeist nicht blind zu vertrauen und die Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Ehe für alle) entschieden abzulehnen.


Fussnote:

[1] Botschaft des Bundesrates vom 29. November 2002, 02.090, FF 2003 1192.

[2] Erklärungen des Bundesrates – Volksabstimmung vom 26. September 2021.

[3] Pinkcross (https://www.pinkcross.ch/fr/faq-mariage-civil-pour-toutes-et-tous#faqitem-2), LOS (https://www.organisation-lesbienne.ch/mariage/).

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